Samstag, 12. August 2017

[Rezension] Das Geheimnis von Leben und Tod

Hey :) Viel zu lange habe ich dieses Buch in meinem Regal verstauben lassen, obwohl es ein Rezensionsexemplar ist! Vielen Dank an den Verlag an dieser Stelle! Nun habe ich "Das Geheimnis von Leben und Tod" endlich gelesen und fand es anders aber trotzdem gut. Viel Spaß beim Weiterlesen :)





Verlag: Heyne
 Übersetzer/In: Irene Holicki
Seitenanzahl: 448 Seiten

Preis: 14,99€
Originaltitel: Secrets of Life and Death
Altersempfehlung: ab 12 Jahren



Der Professor Felix Guichard soll mit seinem Wissen über Okkultismus helfen, einen Mord an einem Mädchen, das über und über mit eigenartigen Zeichen bemalt ist, aufzuklären. Schnell wird klar, dass etwas nicht stimmt. Als Jack, eine junge Frau, auftaucht, kann Felix nicht anders: Er muss wissen, was es mit ihr auf sich hat. Und somit stürzen sie sich in eine alte, dunkle und gefährliche Angelegenheit....
Da der Inhalt sich schon sehr spannend angehört hat, war ich schon sehr gespannt, was es mit diesem "weiblichen Dracula" auf sich hat. Diese Geschichte ist vollkommen anders als die Bücher, die ich sonst so lese. Sehr viel Aberglauben und ein kleiner Touch Mittelalter und Thriller, alles in einem eine bunte Mischung, die mehr oder weniger funktioniert hat. Die Hälfte vom Buch habe ich an nur einem Tag gelesen, denn es war sehr spannend und eigenartig zugleich, ich wollte einfach wissen, was dieses Buch mir vermitteln will. Auch der Schreibstil der Autorin, die schon sehr jung Geschichten geschrieben hat, hat mir wirklich gut gefallen. Sie beschreibt bildlich und genau, sodass man sich alles gut vorstellen kann, aber noch genug Raum für eigene Vorstellungen bleibt.

Es herrscht die ganze Zeit über eine gewisse (An-) Spannung, was ein Grund ist, dass das Buch einen minimalen Suchtfaktor hatte. Die von der Autorin geschaffene Atmosphäre war düster, angespannt und geheimnisvoll. Überhaupt war die Geschichte so, dass ich den Eindruck hatte, selber ein Teil des Geschehens zu sein. Die Spannung wurde nochmal durch Intrigen und Gefahren erhöht und insgesamt muss ich sagen, dass es einen schönen Spannungsbogen gab, auch wenn es wenige Stellen gab, die nicht ganz so spannend waren.

Geschrieben ist das Ganze aus der dritten Person, so als würde man selber die Geschichte erzählen. So gibt es auch zwei verschiedene Sichten, eine in der Gegenwart von Felix und Jack und eine aus der Vergangenheit, genauer aus dem 16. Jahrhundert. Diese Sicht ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und unglaublich skurril. Meine liebste Sicht war es nicht. Die Parallelen zwischen Gegenwart und Vergangenheit waren sehr gelungen, immer kamen Referenzen, die beides miteinander verknüpften. Ich mochte die Gegenwart irgendwie mehr, da waren die Charaktere nicht so eigenartig... 

Wo wir schon bei den Charakteren sind: Felix und Jack haben mir als Protagonisten wirklich gefallen, natürlich bildet sich zwischen den beiden ein feines Band, doch ihre Liebe entwickelt sich erst gegen Ende und nimmt das Buch überhaupt nicht ein, was sowieso nicht gepasst hätte, weswegen ich froh bin, dass es so und nicht anders ist. Dennoch hätte ich mir bei den Charakteren allgemein mehr Tiefe gewünscht. Sie waren alle sehr oberflächlich und hätten in meinen Augen noch weiter ausgearbeitet werden können. Im Großen und Ganzen also eigentlich gelungen, allerdings oberflächlich.

Zwischendurch zog sich das Ganze leider etwas und auch das Ende kam anders als erwartet, was ich ehrlich gesagt nicht gut sondern enttäuschend fand. Das Ende ist mir zu offen, spannend war es auf jeden Fall, den Showdown fand ich gelungen und spektakulär, doch wie gesagt, letztendlich ist das Ende nur genügend. Dass ich nur sehr wenig über den weiblichen Dracula erzähle, hat den Grund, dass ich möchte, dass man es selbst erfährt, denn das in Erfahrung zu bringen, war wirklich toll, es hat Spaß gemacht, immer mehr darüber zu erfahren, wie es dazu kommt.
Insgesamt fand ich das Buch skurril mit seinen okkulten, abergläubischen Elementen, auch wenn das Ende mir nicht gefallen hat und die Charaktere eher oberflächlich waren. Die Umsetzung fand gut, das Buch hatte eine tolle Atmosphäre und auch die Idee fand ich echt cool. Ich vergebe 4 von 5 Sternen. Nochmals Danke an den Verlag für die Bereitstellung des Exemplars.


So, das war es auch schon, ich wünsche euch noch einen schönen Tag oder Abend :)

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