Samstag, 2. September 2017

Gedanken zu Freundschaft

Monolog über Freundschaft.

Freundschaft ist ein geben und nehmen.
Du gibst einen Teil deiner selbst ab und erwartest dasselbe von der anderen Person.
Freundschaft ist Vertrauen, Lachen und erwachsen werden. 
Freundschaft ist aber auch zerbrechlich, muss gepflegt und aufrechterhalten werden.

Menschen bilden dich.
Vor allem deine Freunde.
Du wächst mit ihnen. Sie bilden dich, verändern dich, ob zum Guten oder zum Schlechten.
Manchmal ändern sich aber auch die, die dich bilden. So, dass du dich fragst, sie je gekannt zu haben.
Doch du bleibst gleich. Du wirst nur älter und reifer. 
Veränderung ist gut, aber bis zu welchem Punkt?
Kann man sich noch beste Freunde nennen,


...wenn man kaum bis gar nicht redet?
...wenn man sich kaum bis gar nicht sieht?

...wenn man kaum bis gar nicht schreibt?
...wenn man das Gefühl hat, von anderen ersetzt zu werden?

Dass man kein Teil des Lebens des besten Freundes ist.
Und wenn man schlussendlich genervt ist von der Veränderung.

Freundschaft benötigt Aufmerksamkeit. 
Menschen auch.
Du wirst reifer und bemerkst Dinge, die einem vorher nicht aufgefallen sind. Wie zum Beispiel die Tatsache, wie viel Aufmerksamkeit der beste Freund will. Dass die Person immer im Mittelpunkt stehen muss, immer recht haben muss und immer das letzte Wort haben muss. 

Wie kann Freundschaft so funktionieren?

Wenn man das Gefühl hat, unerwünscht zu sein, unwichtig zu sein, nicht anwesend zu sein. Alles, was der beste Freund sagt, kommt dir arrogant, überheblich und einfach falsch vor. 
Das Gesagte nervt dich. Du willst die Augen verdrehen. Aber willst du auch, dass die Person weiß, was du wirklich von ihr denkst? Dass sie sieht, dass du sie eigentlich nur noch verachtest, weil das, was gerade passiert, einfach falsch ist. 

Du fühlst dich unwohl und unsichtbar. Als wärst du ein Geist, der nur daneben steht, ein stiller Beobachter. Dein bester Freund hat eure lange Freundschaft, bestehend aus langen Lachern, Tränen, Erinnerungen, Insidern und mehr weggeschmissen. Für Menschen, die er kaum kennt. Doch sie sind die besten Freunde, nach kurzer Zeit. So wie du und er nach Jahren. 
Dein bester Freund sieht dich kaum noch an, ignoriert dich. Den Unterschied kennst du kaum noch: Ignorieren, nicht sehen...
Und dennoch: (Beispiel) Sobald in der Schule was ist, erinnert sich dein Freund an dich. Fragt dich nach deinem Lösungsansatz. Stumme Aufforderung, deine Lösung zu verschicken. Alles schreit, dass du gehorsam sein sollst. Doch du denkst nur noch "Fuck Off". Bist schlauer. Solltest du auch. Denn solche Menschen sind Opportunisten. Sie nutzen dich aus, doch sobald sie keinen Wert und Nutzen mehr in dir sehen, lassen sie dich fallen und schauen dich nicht mehr an. 

Doch du bist an dem Punkt angekommen, an dem dein Freund nicht mehr dein Freund ist. Denn diese Person sagt und tut Dinge, die solch einen Kontrast zu früher bilden, dass du das Gefühl hast, jemand Fremdes steht vor dir. Und wer mag schon Fremde, die dir wie große Monster vorkommen, die dich sofort auffressen, sobald du Schwäche zeigst?


-Wie kann diese Freundschaft weiter bestehen?
-Gar nicht.

Denn du (und sonst jeder) verdienst jemanden, der dir (deiner Person), deinen Gedanken und deiner Freundschaft würdig ist, der dich nicht wegwirft, vergisst. Jemand der sich so verändert und dich links liegen lässt, verdient deine Zeit nicht. Man gibt auf und hört auf und sieht zu, wie die Person mit neuen, falschen Freunden zurecht kommt. 

Freundschaft muss gepflegt werden, denn sie zerbricht schnell.

© Magali P./August 2017

Kommentare:

  1. Ein sehr schöner Text der mich wirklich nachdenklich gemacht hat x: Ich freue mich schon weiteres in diese Richtung von dir zu lesen :)

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    1. Heyy :)

      Danke, freut mich, dass der Text dir gefallen hat!

      LG Magali

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